Die Weichen für erfolgreiche Bauprojekte werden in der Projektvorbereitung gestellt. Kosten, - Termin- und Qualitätsziele müssen hier definiert, aufeinander abgestimmt und priorisiert werden. Die bekannten Projektmanagement- Phasen (Lph. 1 – Lph. 5) sollten durch eine vorgeschaltete Analyse- und Planungsphase, die sog. Konzeptphase oder Planungsphase 0 ergänzt werden.. Im Hochbau ist diese Konzeptphase, nicht vollständig, aber doch weitgehend mit der Bedarfsermittlung nach DIN 18205, dem Nutzerbedarfsprogramm erfasst. Im Infrastrukturbereich ist ein solches Instrument formal nicht vorhanden. Auch ohne formale Richtlinie ist es bei Infrastrukturprojekten sicher sinnvoll eine vorgeschaltete Konzeptphase durchzuführen.

Die vorgeschaltete Konzeptphase sollte Voraussetzung für das nachfolgende VOF/ VgV- Verfahren sein. Um Störungen im weiteren Ablauf zu verhindern, muss der AG vor dem Ingenieurvertrag gut definiert haben was er will. Liegt eine Erfassung des Bedarfs und auch der konkreten Rahmenbedingungen des Projektes nicht vor, kommt es zu wiederholten Änderungs- und Planungsschleifen. Diese sorgen mindestens für Unzufriedenheit beim AG und beim Planer. Meistens - oder fast immer sorgen sie auch für Kostenerhöhungen und Zeitverzug.

Workshopinhalte

  • Das Projekt – Rahmenbedingungen
  • Anlass, Zweck und Nutzen des Projektes
  • Umfang des Projektes
  • Die Beteiligten
  • Andere Einflussgruppen
  • Projektorganisation
  • Gesetze, Normen, Vorschriften
  • Finanzieller und zeitlicher Rahmen
  • Projekthintergrund und historische Einflüsse
  • Einflüsse von Grundstück und Umgebung
  • Die zukünftige Investition des Bauherren
  • Die beabsichtigte Nutzung
  • Die beabsichtigte Wirkung
  • Grundstück und Umgebung

Teilnehmer

Projektteams, Projektverantwortliche, sonstige Beteiligte

Dauer

Abhängig von der Größe und Komplexität des Projektes sowie der gewünschten Bearbeitungstiefe

In der Regel 3 – 5 Tage